Ich erstelle beruflich Websites und begegne als Webdesigner jeden Tag ganz unterschiedlichen Fällen – von völlig neuen Projekten bis zur Rettung von Seiten, die „eigentlich funktionieren sollten“, Besucher in Wirklichkeit aber abschrecken. Wenn Sie eine Website haben oder eine planen, hilft Ihnen dieser Artikel, die häufigsten Fehler beim Webdesign zu vermeiden – jene, die oft dafür sorgen, dass eine Website einfach … nicht funktioniert.
Keine klare Struktur
Eines der Probleme, die mir am häufigsten begegnen, ist Chaos. Seiten ohne logischen Aufbau wirken wie ein Labyrinth: Besucher wissen nicht, wohin sie klicken sollen, wie sie zurückkommen oder wie sie Sie erreichen. Manchmal findet sich auf der Startseite keine einzige klare Aussage darüber, was das Unternehmen eigentlich macht. Wenn ich professionelle Websites erstelle, beginne ich immer mit einer klaren Informationsarchitektur und einem verständlichen Menü. Besucher müssen sich sicher fühlen und wissen, dass sie genau dort gelandet sind, wo sie hinwollten.
Veraltetes Design und keine mobile Ansicht
Manchmal stoße ich auf Seiten, die genauso aussehen wie vor 10–15 Jahren. Bunte Hintergründe, blinkende Elemente, Schriften wie aus Word 2003. Die größte Sünde ist aber eine fehlende Anpassung an Mobilgeräte. Inzwischen kommt mehr als die Hälfte der Zugriffe auf Websites von Smartphones. Wenn Ihre Seite dort „auseinanderfällt“, gehen die Besucher einfach wieder. Deshalb sind regelmäßige Website-Aktualisierungen so wichtig: Sie sorgen für ein modernes Erscheinungsbild und volle Funktionalität.

Zu lange Ladezeiten
Niemand wartet gern. Wenn Ihre Website länger als 3 Sekunden lädt, riskieren Sie, den Großteil Ihrer Besucher zu verlieren. Meist sind zu große Bilder, nicht optimierter Code oder ein überlasteter Server schuld. Bei der Prüfung einer Website lohnt sich ein Test mit PageSpeed Insights, dessen Empfehlungen Sie anschließend umsetzen. Ich beginne immer mit der Komprimierung von Bildern, weniger Skripten und der Einrichtung von Caching.
Kein grundlegendes SEO
Viele Website-Betreiber sagen mir: „Ich habe eine Website, aber niemand besucht sie.“ Meist liegt das an fehlender Suchmaschinenoptimierung. Ohne passende Keywords, Überschriften, Meta-Beschreibungen und Seitennamen sieht Google Ihre Website schlicht nicht. Webdesign ohne SEO ist wie ein Laden mitten in der Wüste: Er ist da, aber niemand findet ihn.
Veraltete Inhalte und tote Links
Ich habe schon Seiten gesehen, auf denen der letzte Beitrag unter „Aktuelles“ von 2018 stammte und der Link zum „Angebot“ auf einen 404-Fehler führte. Das schreckt nicht nur ab, es untergräbt auch Ihre Glaubwürdigkeit. Eine aktuelle Website ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Kunden und Googles Algorithmen achten darauf, wie frisch Ihre Inhalte sind.
Buttons und Links, die nicht funktionieren
Diesen Fehler sehe ich ständig. Sie tippen auf „Jetzt anrufen“ und … nichts passiert. Oder es öffnet sich ein seltsamer, leerer Link. Noch schlimmer, wenn die Seite auf nicht mehr existierende Unterseiten verweist und der Besucher bei „Seite nicht gefunden“ landet. So eine Kleinigkeit kann das Vertrauen zerstören. Bei der Gestaltung von Websites und Onlineshops teste ich immer jedes Element: jeden Link, jedes Formular, jedes Icon. Wenn ein Button einen Anruf starten soll, muss er funktionieren. Wenn er zum Angebot führt, muss das Angebot dort auch zu finden sein. Manchmal reicht schon eine alte, nicht mehr gültige Telefonnummer auf der Website, um einen potenziellen Kunden zu verlieren. Solche kleinen Fehler sind wie Löcher in einem Eimer.

Keine klare Handlungsaufforderung
Selbst eine schöne Website ist nutzlos, wenn sie Besucher zu keinem Ziel führt. Viel zu oft sehe ich Seiten ohne Kontaktformular, ohne „Jetzt kaufen“-Button und sogar ohne Telefonnummer. Und wenn es sie gibt, dann winzig, grau und ganz unten auf der Seite. Auf einer gut gestalteten Website ist die Handlungsaufforderung (Call to Action) sofort sichtbar. Buttons müssen groß, gut lesbar und farblich abgesetzt sein. Immer wieder begegnen mir Seiten, auf denen der „Jetzt anrufen“-Button 10 px groß ist, mit dem Hintergrund verschmilzt und auf dem Smartphone nicht funktioniert. Das sollten Sie vermeiden.
Zu wenig Inhalt oder zu viele leere Worte
Manche Betreiber versuchen, alles auf einer Seite unterzubringen: Tausende Wörter, ein Dutzend Abschnitte, Dutzende Fotos. Andere schreiben gar nichts – nur ein Logo, ein Satz und eine Telefonnummer. Gutes Webdesign liefert konkrete Informationen auf einfache Weise. Was Sie machen, wie Sie dem Kunden helfen, was es kostet, wie man Sie erreicht. Ohne das ergibt die Seite keinen Sinn.
Umständliche Navigation und versteckte Menüs
Eine weitere Falle. Ein Menü hinter einem ungewöhnlichen Symbol, das niemand versteht. Oder ein Klick auf „Leistungen“ öffnet eine Liste mit zwanzig Punkten – ohne jede Ordnung. Bei Onlineshops ist es besonders wichtig, dass Kunden ein Produkt in 2–3 Klicks erreichen und bestellen können. Wer erst suchen muss, bricht ab.
Keine Verbindung zu Social Media
Wenn Sie ein Unternehmensprofil auf Instagram oder Facebook betreiben, geben Sie Besuchern eine schnelle Möglichkeit, dorthin zu gelangen. Viele meiner Kunden vergessen diese einfachen Links, dabei sind sie eine hervorragende Möglichkeit, Beziehungen und Vertrauen aufzubauen. Links zu Ihren Social-Media-Profilen sollten Standard sein.
Kein SSL-Zertifikat und keine Absicherung
Das ist eines der größten Warnsignale. Wenn Ihre Website kein SSL-Zertifikat hat (also nicht über „https“ geladen wird), kann der Browser sie als „nicht sicher“ kennzeichnen. Für Besucher heißt das: „Hier lieber nicht weiter.“ Zudem ist fehlende Absicherung auch für Sie ein Risiko: Angriffe, Einbrüche, Spam. Deshalb umfasst die Pflege einer Website nicht nur Inhalte, sondern auch Plugins, Themes und Sicherheitsupdates.
Fazit
Eine gute Website ist mehr als ein schönes Aussehen. Es ist ein durchdachter Prozess, in dem jedes Detail zählt: von der Geschwindigkeit über SEO bis zu funktionierenden Buttons und Formularen. Wenn Sie vermuten, dass Ihre Website nicht so arbeitet, wie sie sollte, melden Sie sich. Bei ITPER bin ich auf die Gestaltung, Aktualisierung und Optimierung von Websites spezialisiert, ebenso auf Website-Reparatur und Website-Auffrischung. Gemeinsam finden wir Lösungen, damit Ihre Website Kunden anzieht, statt sie abzuschrecken.
Machen Sie den ersten Schritt: Lassen Sie uns Ihre Website gemeinsam prüfen.










